Mehrere Schalter an einem Sensor anschließen (EV3, LabVIEW)

grafische Programmiersprachen für den EV3/NXT.
NXT-G, Robolab, LabView und was noch so schön bunt ist...

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Mehrere Schalter an einem Sensor anschließen (EV3, LabVIEW)

Beitragvon Lok24 » 7. Dez 2017 17:29

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und daher nicht ganz sicher, ob dieser Beitrag in der richtigen Kategorie ist, wenn nicht, bitte ich um Nachsicht.

Ich möchte mir ein Steuerpult mit Hebeln oder Schaltern aufbauen, insgesamt 12-16 Stück.
Diese sollen dann irgendwie von einem Sensor ausgelesen werden.

Mein Problem ist das "irgendwie".
Farbcodierung z.B. scheiden aus, da nicht genug Farben unterschieden werden können.

Ich hoffe, die Frage ist verständlich...
Hat irgendjemand ein Idee?
Vielen Dank im Voraus!
Zuletzt geändert von Lok24 am 7. Dez 2017 18:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mehre Schalter an einem Sensor anschließen (EV3, LabVIEW)

Beitragvon HaWe » 7. Dez 2017 17:55

hallo,
zunächst: willkommen hier im Forum un viel Spaß und Erfolg mit deinen Projekten!

Zu deinem Schalter-Problem fallen mir grundsätzlich 2 Verfahren ein, unabhängig von der MCU:

1.) analoge Multiplexer wie in Widerstandsnetzwerken, z.B. R2R-Netzwerk https://de.wikipedia.org/wiki/R2R-Netzwerk. Jede Tasterkombination hat rel. eindeutige Analog-Widerstandswerte, die dann dekodiert werden können. Nachteil: die Anzahl der Schalter ist begrenzt, mehr als 6-8 (Mehrfachdruck erlaubt) lassen sich meist nicht verwirklichen wegen Auflösung und max. Gesamtwiderstand. So haben es z.B. die Hitechnic Touch-Multiplexer für NXT gemacht und auch solche für den RCX: http://lego.brandls.info/legsensor.htm#Multiplexer.

2.) digitale IO-Multiplexer
hier gibt es mehrere Verfahren, z.B.
a) über i2c-Chips (PCF8574, MCP23017,...) , dies wird gern mit Arduino und Raspberry Pis gemacht, auch mit dem NXT funktioniert es gut - sie lassen sich nutzen, um Schalter zu lesen oder auch um LEDs etc. anzuschalten: viewtopic.php?t=5306:

oder
b) über eine Art automatisiertes Schieberegister, das nacheinander alle IO-Ports ausliest - so haben es die Hitechnic Sensor-Multiplexer für NXT gemacht.

Der EV3 ist nun im Gegensatz zu anderen Plattformen (Arduino, NXT, Raspberry Pi) relativ stark eingeschränkt, was solche nicht-Lego-Sensoren angeht, aber ich halte den Weg 2a) über PCF8574 oder MCP23017 für am aussichtsreichsten (man kann mehrere davon gleichzeitig parallel betreiben).
Aber es wird nicht einfach sein und erfordert sicherlich viel Lesen, Herumprobieren und Studieren.

Ein weiteres Handycap ist möglicherweise LabView, da es nur sehr wenige Leute hier kennen und auch benutzen (ich z.B. auch nicht) . Vielleicht kann dir dennoch jemand anderes dazu zur Seite stehen.

- Generell ist es allerdings eine Programmierfrage zu Labview, mithin einer grafischen Programmiersprache, daher werde ich es zeitnah dorthin ins Unterforum verschieben.

PS: hier im Forum wurde viel dazu geschrieben, leider ist die Forums-Suchfunktion defekt (möglicherweise ein generelles phpbb3-Forum-Software-Problem).
Zum Suchen hier im Forum nutze am besten Google, mit dem Zusatz
site:mindstormsforum.de
hinter deinen Suchbegriffen!
Gruß,
HaWe
±·≠≈²³αβγδε∂ζλμνπξφωΔΦ≡ΠΣΨΩ∫√∀∃∈∉∧∨¬⊂⊄∩∪∅∞®
NXT NXC SCHACHROBOTER: https://www.youtube.com/watch?v=Cv-yzuebC7E

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Re: Mehre Schalter an einem Sensor anschließen (EV3, LabVIEW)

Beitragvon Lok24 » 7. Dez 2017 18:13

Hallo,

erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.
Es ist wohl eine Mischung aus Hardware und LabVIEW.
Notfalls könnte ich auch auf LeJOS ausweichen...

Das mit dem Widerstandsnetzwerk war auch mein erster Gedanke, allerdings erfordert das Modifikationen des EV3.
Warum in dem verlinkten Artikel von 17 Möglichkeiten die Rede ist habe ich nicht ganz verstanden, ich komme immer auf 2^4=16.
(da dürfen aber keine zwei Taster gleichzeitig gedrückt werden, ist aber auch nicht nötig)

Eine weitere Möglichkeit ist ein Zeitmultiplexverfahren.
Oder z.B. eine Kodierung des "Tasters" mit einer Art Barcode, den der Farb-Sensor abliest, Balken für Balken.
Evtl ist es auch möglich, mit 4 Fernbedienungen à 4 Tasten zu arbeiten und via IR-Sensor abzufragen?
Das sollte doch auch gehen. Hier könnte man mit einem Pi auch das PF-Protokoll nachbilden.


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