Eigenbau-Sensoren und Aktoren

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Torsten C
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Eigenbau-Sensoren und Aktoren

Beitragvon Torsten C » 3. Sep 2013 15:04

Hallo zusammen,

es liefen schon ein paar Beiträge dazu in anderen Threads, aber ich denke, das ist ein eigenes Thema. Mein Sohn bekommt zu Weihnachten einen EV3 und ich bin gerade sehr kreativ, was man damit machen kann, wenn die Bauforschläge aus der Anleitung langweilig geworden sind. meine Gedanken:

1. Einen GPS-Sensor anschließen. Die meisten haben einen LogL-UART und könnten direkt an den EV3-Ports funktionieren.

2. Wenn man einen WLAN/Wifi-Stick anschließen kann, dann vielleicht auch einen Bildschirm, z.B.
http://www.amazon.de/gp/product/B00B2HA39I oder
http://www.grautec-media.de/

3. ... oder eine USB-Kamera

4. Ein guter preiswerter Gyro (mit Kompass und Beschleunigungs-/Neigungssensor, Danke für die Tipps, HaWe)
http://www.mindstormsforum.de/viewtopic.php?f=89&t=7862

5. Farbsensor mit TCS34725FN (3,800,000:1 und IR blocking filter) und LED mit CRI > 90

6. Ein hochauflösender Gyro, wie er zur optischen Bildstabilisierung verwendet wird

7. Ein Doppler-Radarsensor (z.B. HB100)

Entweder man macht dafür Programmierblöcke (mal sehen, ob ich das irgendwie gebacken bekomme), oder man muss seine Programme mit GCC für Linux compilieren. Wie das geht, muss ich noch rausfinden.

Gibt es damit im Forum schon Erfahrungen?

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Re: Eigenbau-Sensoren und Aktoren

Beitragvon HaWe » 3. Sep 2013 15:43

ICH persönlich würde mit den kiddies erstmal die vorgegebenen Modelle ausreizen und mit vorhandenen Bausteinen die Fähigkeiten der Robots erweitern, bestimmte Aufgaben zu lösen - das heißt also: Programmieren lernen.
Außerdem gibt es jede Menge Downloads und auch Bücher mit Modellen, die mit den Möglichkeiten von 1 Kit auskommen.

Was du daneben zu deiner eigenen Unterhaltung und für deine eigenen Zwecke machst, steht ntl auf einem ganz anderen Blatt.

Der ev3 speziell ist ja erst 1 Woche alt, da gibt es sicher kaum Erfahrungen hier.
Gruß,
HaWe
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Re: Eigenbau-Sensoren und Aktoren

Beitragvon Torsten C » 3. Sep 2013 18:04

HaWe hat geschrieben:ICH persönlich würde mit den kiddies erstmal die vorgegebenen Modelle ausreizen.

Ich auch, so war "… wenn die Bauvorschläge aus der Anleitung langweilig geworden sind." gemeint. Klar: Mit Büchern oder LDD-Dateien aus dem Internet kann man die Zeit auch noch verlängern. Gute Idee. :-) Internetseiten mit LDD-Dateien haben wir noch nicht gefunden. Dabei fällt mir ein: Vielleicht sollten wir mal in der Lego-Community suchen.

Dass DU persönlich daneben was zu deiner eigenen Unterhaltung machen würdest, habe ich verstanden. ;-) ICH mache das aber lieber mit meinen Sohn zusammen. Aber ich glaube, all diese Gedanken interessieren hier gar keinen. Zurück zum Thema:

HaWe hat geschrieben:Der ev3 speziell ist ja erst 1 Woche alt, da gibt es sicher kaum Erfahrungen hier.

Klar. Und das NXT-Wissen zu selbst erstellten Programmblöcken lässt sich nicht auf den EV3 übertragen? Mist.

Wer ist eigentlich Matthew Richardsons (mattallens)? Ist der auch hier im Forum?

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Re: Eigenbau-Sensoren und Aktoren

Beitragvon HaWe » 3. Sep 2013 18:41

Ich habe auch mal mit meinen kiddies zusammen programmiert. Zwar sind sie selber nicht "hochbegabt", aber ich habe mit ihnen dennoch sogar ein ein Lehr-Curriculum für Hochbegabte an einer hessischen Grundschule entwickelt und getestet - und anschließend mit der eigentlichen Zielgruppe durchgeführt (damals mit den RCX-Sets, gefördert vom hessischen Kultusministerium, lange vor "Roberta").
(Anm: ich bin aber kein Lehrer, wie du jetzt vllt denken könntest.)

es hat ihenen zwar über einen begrenzten Zeitraum Spaß gemacht, dann kam die Pubertät (da fliegen Jugendliche auf andere Dinge), inzwischen sind sie schon erwachsen, machen Abi oder studieren bereits (aber nix mit Robotik oder Maschinenbau), und ich bin jetzt der einzige, der hier noch mit Lego spielt ;)

Man startet da mit Bumper-Cars, Linienverfolgung, dann Wand- und Abgrund-Erkennung, Labyrinth-Lösern, Wege-Merkern, Sortiermaschinen, Roboter-Arm-Steuerung, Plottern, Sumo-Robotern etc - und hier steht natürlich das strukturelle problemorientierte Denken-Lernen in Algorithmenform im Vordergrund, nicht das Spielen mit "cool" aussehenden Figuren oder sinnfreies Nachbauen von Schießapparaten. Wobei Sumos ntl schon auch Spass machen, ebenso Wettkämpfe, wer den schnellsten Linienverfolger oder Labyrinth-Löser bauen kann - insgesamt eben Algorithmen-Optimierung.

Auch insbesondere Spiele-Programmierung erschließt dann ganz neue Welten, wenn intelligente Lösungen gesucht sind (Tic-Tac-Toe, 4-gewinnt etc.).

So gesehen kann man ntl sowohl aus den ersten RCX- Programmen genau wie auch aus den ersten NXT-Programmen eine ganze Menge lernen, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man mehr abstrahieren kann und die größeren Möglichkeiten einer Schriftsprache nutzen will. Auch hier ging es mit dem RCX bereits los (NQC und Java), dann mit dem NXT (NXC, RobotC), und jetzt "echtes" C. Die Bildchenprogramme wandern dann in den virtuellen Papierkorb.

Die Einsteiger- bis Fortgeschrittenen-Programme vom RCX bis zum EV3 sind ntl allesamt ähnlich, aber direkt übertragen kann man nichts, weil die Programmiersprachen inkompatibel sind (Ausnahme vllt RobotC oder Java, beides für SEHR Fortgeschrittene). Und für die allerersten Schritte reicht immer noch ein RCX, dafür braucht man keinen NXT mit i2c-Sensoren und erst recht keinen EV3 mit UART-Sensoren.

---
ps
ach ja, mattallen37 = Matthew Richardson ist irgendwo aus dem Mittleren Westen (Michigan), ist ca. 20 Jahre alt, hat als Wahlspruch
" I'm all for gun control... that's why I use both hands when shooting ;) ",
hat sich auch mal hier registriert, spricht aber nur englisch, weswegen seine Präsenz hier nur temporär war.
Er ist mehr im amerikanischen Mindboards-Forum zugegen und kennt sich zugegebenermaßen gut mit hardwarenaher Programmierung aus.
Und hat sich daher sehr dagegen gewehrt, dass JH ein BT- und rs485-Netzwerkprotokoll für NXC einführen sollte/wollte, weil damit seine eigenen Programme nicht mehr laufen würden.
Wenn man dort im Forum eine Frage postet, ob wer eine Lösung für ein spezielles Problem bereits mal geschrieben hat, lautet seine Lieblingsantwort so in der Art wie
"learn to program it by yourself, don't expect other people to do your work".
Gruß,
HaWe
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Re: Eigenbau-Sensoren und Aktoren

Beitragvon Torsten C » 3. Sep 2013 19:16

HaWe hat geschrieben:… für die allerersten Schritte reicht immer noch ein RCX, dafür braucht man keinen NXT mit i2c-Sensoren und erst recht keinen EV3 mit UART-Sensoren.

Zugegeben, Gyro und GPS interessieren derzeit hauptsächlich mich, evt. auch mit einem Arduino, Launchpad oder so.

Aber: Es ist vielleicht auch für ein Kind spannender was anderes zu machen als das, was andere schon 1000 mal vor ihm gemacht haben. Wie gesagt, vielleicht. Ich werd' ja sehen, wohin sein Interesse geht. Ich zeige nur mögliche Wege auf und baue Brücken; drüber gehen muss mein Sohn selbst. Programmieren lernen kann man auch mit 'nem Segway, 'ner LED-Matrix oder "adaptive cruise control".
HaWe hat geschrieben:Er ist mehr im amerikanischen Mindboards-Forum zugegen.

Danke. Da werde ich mich wiederum wohl nicht anmelden, aber nach Antworten kann ich da ja mal suchen.

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Re: Eigenbau-Sensoren und Aktoren

Beitragvon Torsten C » 7. Sep 2013 21:25

Ich habe mal den Billig-China-Sensor getestet, für 1€.

Maximale Distanz: 4171 mm

Statistik für zwei verschiedene Distanzen (Mittelwert):
Dateianhänge
HC-SR04.png
HC-SR04.png (3.36 KiB) 4000 mal betrachtet

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Mehrere Ultraschallsensoren gleichzeitig

Beitragvon Torsten C » 8. Sep 2013 12:47

Wenn man mehrere Ultraschallsensoren gleichzeitig triggert, gibt's sogar recht
verlässlich 'ne konstruktive Interferenz, siehe GIF.

Ich überlege, ob ich z.B.
  • einen großen Ring aus 24 Sensoren mache oder
  • z.B. drei Sensoren über- oder nebeneinander, jeweils etwa 10..15° verdreht, oder
  • ...

Was meint Ihr?
Dateianhänge
U.gif
U.gif (36.33 KiB) 3988 mal betrachtet


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